No Ballad from Buster Skrine

Quelle: sportsmockery.com

Buster Scruggs ist der Protagonist in der ersten Kurzgeschichte des 2018 erschienen Film „The Ballad of Buster Scruggs“ der Coen Brüder und offensichtlich auch die namensgebende Figur des Films. (Randnotiz: Wem tiefgreifende Filme gefallen sollte dringend auf Netflix vorbeischauen)

Die Namen der Filmfigur und des Neuzugangs der Chicago Bears, Buster Skrine, waren sich einfach zu ähnlich, um einen der Lichtblicke im internationalen Filmgeschäft des letzten Jahres nicht in den Artikel mit einzubauen (Gott, was war das letzte Jahr mau). Doch gibt es abseits der fast identischen Namen noch weitere Gemeinsamkeiten?

Buster Scruggs wird auf seinem Steckbrief als Misanthrop betitelt, inwiefern das zutrifft soll jeder der den Film gesehen hat selbst beurteilen. In jedem Fall ist er sehr brutal und glorifiziert seine Taten, indem er sie besingt.

Mir ist Buster Skrine nicht als großartig musikalisch bekannt, doch sollte das zutreffen, kann er natürlich gerne den freigewordenen Platz als Kabinen DJ von Josh Bellamy übernehmen. Auf dem Platz jedoch kommt ganz nach seinem Namensvetter.

Die Verpflichtung von Buster Skrine wurde allgemein recht negative in der Bears Gemeinde aufgenommen. Immerhin muss er zukünftig Bryce Callahan ersetzen, der sich in den letzten Jahren zu einem der besten Nickel-Corner in der NFL entwickelt hat. Buster Skrine wird hingegen von NFL Fans als eine der schwächsten Besetzungen für diese Position angesehen. Doch was brachte unseren Head Coach Matt Nagy dazu, ihn in der letzten Saison als den Besten zu betiteln? Gehen wir der Sache auf der Spur.

„He’s one of the better nickels in this league, if not the best. I mean, he’s good. He’s a good nickel in there.“ – Matt Nagy

Buster Skrine ist ein sehr physisch agierender CB, der seine Hände gut einzusetzen weiß. Vom Spielertyp her ist er also mit Prince Amukamara vergleichbar, der ebenso agiert. Durch den frühen Handeinsatz kann er fühlen, wohin sich sein Gegenspieler bewegen möchte und ihn beim Lauf seiner Route einbremsen. Im folgenden Beispiel raubt er Kenny Stills die Möglichkeit in Position zu kommen und erzwingt somit, dass Osweiler den Ball ins Aus werfen muss.

Ein Nachteil der physischeren Spielweise ist, wie wir bereits von Amukamara kennen, dass der gesuchte Körperkontakt bestraft werden kann. So verschuldete Skrine in der letzten Saison 7 gelbe Flaggen, die den Gegnern insgesamt 107 Yards einbrachten.

Er spielt zwar physisch, doch ist zugleich nicht unathletisch. Ein Nickel-Corner sollte mit den Slot-Receivern der NFL Schritt halten können. Hier stellt er seine Schnelligkeit stellt er hier unter Beweis.

Zusätzlich zur nötigen Schnelligkeit, sticht seine mentale Schnelligkeit positiv heraus. In der letzten Saison hatte die Bears Defense ihre Probleme mit Screen-Pässen, was wir hier mehrmals bemängelt haben. So kamen die Niederlagen gegen die Packers, Dolphins und Patriots zustande. Buster Skrine zeigt sich als ein nützliches Upgrade im Verteidigen dieser Spielzüge.

Einen athletischen Aspekt, den er nicht wie gewünscht beherrscht, ist die eines schnellen Richtungswechsels. Nach dem Abstoppen, kommt er aufgrund eines unsauberen Bewegungsablaufs (Beinarbeit) nicht schnell genug wieder auf die nötige Geschwindigkeit. Beispiel:

Zu guter Letzt ist Buster Skrine erprobt in QB Blitzes. Chuck Pagano nutzt dieses Element ebenfalls gerne bei seinen Defenses. Im folgenden Beispiel wird sein guter Zug zum QB deutlich, Watson wird erheblich unter Druck gesetzt, nur im Finishen muss er konstanter werden.

Schlussendlich sehe ich Buster Skrine nicht als den besten Nickel-Cornerback der NFL an, doch lasse mich natürlich gerne positiv überraschen. Er ist jedoch auch nicht so schlecht, wie ihn manche Personen darstellen. Skrine spielt aggressiv, physisch und hat Erfahrung in Blitzes und passt damit perfekt in das Anforderungsprofil, das die Bears für die Position haben.

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