BDG Kolumne: Meine Gedanken kreisen um unser Lieblingsteam

Quelle: Die Welt

Nach einer langen Zeit schreibe ich mal wieder eine Kolumne. In dieser Einleitung sollte zu den anstehenden Themen hingeführt werden. Meine sieht allerdings wie folgt aus: Ich sitze an einer Strandbar, die Sonne scheint, das Meer glänzt und meine Gedanken kreisen um unser aller Lieblingsteam. Ist doch viel schöner oder?

Mitch Trubisky

Mitch Trubisky könnte Drew Brees werden, oder auch nicht. Wer weiß das schon? Was ich jedoch mit voller Überzeugung sagen kann, ist, dass wir dem Jungen Zeit geben müssen. Sicherlich ist der ein oder andere nervös, weil Deshaun Watson im letzten Jahr und Pat Mahomes in den bisherigen Spielen so manche Rekorde brachen. Haltet euch dabei jedoch vor Augen, dass die beiden in ihrer College Zeit die unangefochtenen Starter ihrer Universitäten waren, während Mitchell nur über eine Saison lang die Fäden ziehen konnte. Seine NFL Karriere besteht ebenfalls aus gerade einmal 14 Spielen – was noch keiner ganzen Saison entspricht.

Jetzt muss er sich in einer komplett auf links gekrempelten Offense zurechtfinden, nachdem er im letzten Jahr die 80er Jahre durchlief. Inzwischen verstehe ich John Fox jedoch mehr. Wir haben in den beiden Partien gesehen, dass Mitch noch einiges zu tun hat, bevor man auf ihn bauen kann und erinnert man sich an die Receiver der letzten Saison zurück, macht es für einen Coach dessen Job auf dem Spiel steht durchaus Sinn den Ball durchgehend tragen zu lassen.

Während Mitch ein neues System bei laufender Saison lernen muss, befand sich Mahomes in seiner Lernphase auf der Bank und kann sich jetzt auf das Spiel fokussieren – umgeben vom besten Offensivpersonal der AFC. Gelernt hat er über ein Jahr hinweg von Matt Nagy. Dass das System auch nicht ganz so einfach umzusetzen ist, kann man am damals bereits Veteran gewesenen Alex Smith ablesen.

Mitch Trubisky wird uns in dieser Saison mal einen Sieg kosten. Aber damit bin ich einverstanden, denn nur wenn er sich ausprobieren darf, erfahren wir, ob er eines Tages Drew Brees werden kann, oder auch nicht.

Ryan Pace

Eine reine Meisterleistung war das. Der Ausblick auf die Zukunft unserer Defense ist schöner als der, den ich beim tippen habe, wenn ich über meinen Laptop schaue. Nochmal: Ich sitze an einer Strandbar, die Sonne scheint, das Meer glänzt…

Der Kader besteht – Kyle Fuller ausgenommen – ausschließlich aus Spielern, die von Pace akquiriert wurden. Die Kritik war groß, als er sich von Marshall, Forte, Bennett und Jeffery trennte. Heute sind zwei dieser Spieler zurückgetreten, einer ist nur noch ein Schatten früherer Tage und der andere ständig verletzt – weswegen man sich auch gegen ihn entschied. Die Bears hingegen haben nun eine ganz besondere Defense.

Danke, Ryan.

Khalil Mack

Verdammt! He’s better than we thought he was. Sollte es weiterhin Stimmen geben, die meinen er wäre zu teuer, ignoriere ich sie – grinsend. Die besondere Defense ist so besonders wegen Mack. Vorher waren sie eine gute Gruppe, aber Mack… Er ist der beste Spieler seit Dick Butkus, der unsere Farben trägt. Nicht Urlacher, nicht einmal die 85er Spieler waren individuell so herausragend.

Der Trade hat sich bereits in den letzten beiden Spielen voll und ganz ausgezahlt. Das er die nächsten sechs Jahre ein Bears Spieler ist, ist der Wahnsinn. Leute, gerade die frischen Fans, sowas gutes passiert in Chicago normalerweise nicht! Er ist 27 Jahre alt und erreicht erst im Februar das nächste Lebensjahr. Mehrere Jahre eines solchen Spielers im besten Alter. Darauf jetzt ein neues Glas Bitter Lemon.

Bis Bald!

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