Junge Verteidiger im Vertragsjahr

Quelle: profootballweekly.com

Die Rookies des Jahres 2015 gehen in ihr letztes Vertragsjahr. Gleich zu Jahresbeginn stellte Ryan Pace klar, dass er sich um eine frühzeitige Verlängerung mit Defensive Tackle Eddie Goldman und Safety Adrian Amos kümmern möchte. Im September letzten Jahres unterzeichnete Akiem Hicks vorzeitig seinen Vertrag. So wie Ryan Pace möchten auch wir uns vorher mit den beiden Personalien befassen und herausfinden, welchen Einfluss sie auf die Team Leistungen haben.

Eddie Goldman

Eddie Goldman ist ein super super super Spieler, würde der Trainer vom Fußballclub Machester City sagen. Die Chicago Bears jedoch müssen abwägen welchen Wert ein Runstopper in der NFL, aber vor allem in einer Division mit Aaron Rodgers und Matthew Stafford hat. Denn Goldman wird wohl ziemlich teuer werden und deswegen müssen die Bears überzeugt sein, dass sie ihn auch bei Passing Downs auf dem Feld behalten können.

Damit mich niemand falsch versteht, Eddie hat bereits gezeigt, dass er das kann, er muss die Leistungen nur wieder abrufen.

2015: 4,5 Sacks

2016: 2,5 Sacks in 5 Spielen

2017: 1,5 Sacks

Quelle: Getty Images via windycitygridiron.com // Foto: Jonathan Daniel

In der letzten Offseason haben angesehene Runstopper wie Star Lotulelei und Dontari Poe einen hochdotierten Vertrag unterschrieben. An diesen Verträgen wird sich auch Goldman orientieren, zumal er mit 24 Jahren sogar jünger als die beiden ist. Damit ist er auch jünger, als sein Konkurrent Jonathan Bullard, der in den letzten 6 Spielen der abgelaufenen Saison 54,7% der Snaps sah, während Goldmans Anteil auf 41% gesunken war. Andererseits gibt es auch den Fall Jonathan Hankins, der in die gleiche Kategorie eingeordnet werden kann und noch immer einen neuen Arbeitgeber sucht.

Eddie Goldman wird kein Elite Pass-Rusher und das muss er auch nicht, doch sollte er zu seiner Form der ersten beiden Jahre zurückgelangen, der Kader verspricht nämlich generell wenig Pass-Rush Fähigkeiten, so sollte wenigstens die Defensive Line Druck ausüben können. Im Optimalfall entwickelt sich Goldman in den kommenden Jahren zu einem Spieler wie Linval Joseph von den Vikings, das nötige Talent dazu hat er und die Anzeichen dafür lieferte er auch bereits. Um genau da wieder hinzukommen forderten die Bears im Frühjahr eine agilere Version von ihm und so kam er ins diesjährige Trainingscamp mit einem Gewicht wie zuletzt zu seinen College Zeiten von 318lb.

Adrian Amos

Quelle: Getty Images via sportingnews.com

Adrian Amos hat es in Bezug auf seine letzte Saison große Aufmerksamkeit erregt, so große, dass er in Madden 19 zum bestbewerteten Bears Spieler wurde. All das wurde ausgelöst vom Bewertungssystem von Pro Football Focus.

PFF zeichnete Adrian Amos mit einer 92,0 Bewertung aus, wodurch er in die Kategorie „Elite“, also der höchsten Stufe, fällt. In der Bewertung geht es einfach gesagt darum, wer zuverlässig in jedem Spielzug seinen Job macht. Wir können somit klar sagen, dass Adrian Amos ein solider Safety ist, jemand der seine Aufgaben kennt. Doch ist das wirklich der Maßstab für einen Elite Spieler? Die ganz Großen sind für mich Leute, die den Unterschied ausmachen und durch eine Aktion den Spielverlauf zugunsten des eigenen Teams lenken können. Mit anderen Worten: Die großen Spieler sorgen für Sacks, Interceptions, Defensive Touchdowns, Pass-Breakups und / oder Fumbles. In den 3 Jahren in der NFL (40 Spiele) sorgte Adrian Amos für: 1INT, 1TD, 3 FF, 2 FR, 1 S, 10 PBU. Zusammengenommen kann man sie unter „Big Plays“ einordnen und Amos hat in seiner Profikarriere bisher 18 Stück verzeichnet. Um herauszufinden welchen Spieler die Bears in Adrian Amos haben, vergleichen wir ihn mit anderen Top Safeties. Landon Collins hatte im gleichen Zeitraum 46 Stück, Earl Thomas 39 und Harrison Smith 33.

Die Bears haben einen soliden Safety, dessen letzte Saison die beste Saison seiner Karriere darstellt. Solide Kaderspieler braucht jedes Team und die Bears können gerne mit ihm verlängern, um Stabilität in die Organisation zu bekommen, allerdings nur zu einem vernünftigen Preis, weil sie das Geld zukünftig für Spieler benötigen, die mehr als „nur“ ihren Job machen.

 

janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.