Spielerprofil: Courtland Sutton (Draft’18)

Quelle: Dynasty Dummies

Das SMU Coaching Staff ist bekannt für seine gute Evaluation bei WR Rekruten von der High School. Sutton spielte vorher Safety und wurde bereits als Freshman als Receiver von ihnen eingesetzt, wurde aber jäh von einer längeren Verletzungspause gestoppt. In 2015 erntete er erste größere Aufmerksamkeit mit 49 Receptions, 862 Yards und 9 Touchdowns. Auch im Basketball versuchte er sich in dieser Zeit. Bereits nach seiner ersten plus 1.000 Yards Saison erwarteten viele, dass der First-Team All-ACC Receiver für den Draft declaren würde, doch er kehrte für ein weiteres Jahr an sein College zurück. Dort fing er 68 Pässe für 1.085 Yards und 12 Touhdowns und zementierte seinen hohen Draft Stock und die damit verbundenen Erwartungen an ihn.

Combine Werte

Größe: 6’3

Gewicht: 218 lbs

Armlänge: 32 3/8″

Hände: 9 3/4″

Vertical Jump

40 Yard Dash

3-Cone Drill

20 Yards Shuttle

Broad Jump

35,5 Inches

4,54 sec

6,57 sec

4,11 sec

124,0 Inches

Stärken

  • Route Running: Sein Route Tree war weitestgehend vertikal. Er nutzt seine Schnelligkeit auf geraden Strecken, um eine (zu frühe) Entscheidung vom Defensive Back zu provozieren. Er kann sich aus der Press Coverage lösen.
  • Vertikales Spiel: Mit einem überraschend guten Antritt ausgestattet und einer Geschwindigkeit, mit der er das Feld, als auch seine Verteidiger überlaufen kann. Eine gute Antizipation der Flugbahn des Balles hat er dafür ebenfalls.
  • Hände: Er kann den Ball ohne Hilfe vom Körper fangen.
  • Richtungswechsel: Runde, flüssige Bewegungen. Er kann harte Cuts vollziehen und damit den Gegner hinter sich lassen. Nach dem Catch weiß er seine Verfolger abzuhängen und hält seine Geschwindigkeit beim Shallow Cross aufrecht.
  • Contested Catches: Seine Größe ist hier das große Plus, vor allem in der Redzone. Er weiß, wie er in die Höhe kommt und kann den Ball dort auch aus schlechter Position heraus pflücken. Sein athletischer Hintergrund als ehemaliger Basketballer kommt ihm dabei natürlich zu Gute.
  • Geschwindigkeit: Schneller als man glaubt. Sein Antritt ist stark und er kann Verteidiger schon früh attackieren. Er ist in der Lage sich in allen drei Bereichen (kurz, mittel, tief) vom Verteidiger zu lösen.
  • Yards nach dem Catch: Er ist dort kreativ und nutzt viele verschiedene Möglichkeiten sich die Verteidiger vom Leib zu halten. Im Eins gegen Eins mit Defensive Backs ist er eine Waffe, aufgrund der Kombination seiner Größe und aggressiven Art.
  • Toughness: Egal, ob Run oder Pass, er agiert immer mit einer aggressiven Grundeinstellung und Einsatzwillen von der Line of Scrimmage weg.
  • Blocking: Dominanter Blocker. Die Kombination aus Fußbewegungen und Handeinsatz ist für Defensive Backs schwer zu schlagen. Gefühlt schiebt er seinen Gegenspieler öfter aus dem Bild, als das er ihn normal blockt.

Schwächen

  • Hände: Wieder die Hände. Er macht den klassischen Fehler, die Augen zu früh vom Ball wegzurichten. Die Hände sind vor dem Erreichen des Balles zu weit auseinander, worauf er den Ball mit einem Klatschen fangen möchte. Das sorgt für Drops.
  • Beweglichkeit: Nun, mit seiner Größe darf man ein wenig steif in der Hüfte sein. Manchmal sehen seine Bewegungen eben nicht so flüssig aus, wie man es gern haben möchte.

Fazit

Courtland Sutton ist ein athletischer Receiver mit kräftigem Körperbau. Er gewinnt bei 50/50 Bällen quasi wie ein Basketballer beim Rebound. Davor und danach zeigt er seine Explosivität. Bereits am College hat er gezeigt, dass er die besondere Belastung eines Nr.1 Receivers aushalten kann. Mit seiner Körperkontrolle kann er sich in der NFL für viele Big Plays in der Red Zone verantwortlich zeigen. Um dort aber das nötige Vertrauen seines Quarterbacks zu erhalten, muss er seine größte Schwäche in den Griff bekommen. Seine Hände sind beim Catch Prozess einfach zu „hart“. Seine Drop Rate wird den NFL Scouts aufgefallen sein. Wird er sich in diesem entscheidenden Punkt verbessern, wird er ein guter Receiver.

janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.