SpielBEARicht: Bears vs Packers

Quelle: chicagotribune.com

Ein Back-Up QB, der dritte RB, eine zusammengewürfelte O-Line und ein 16:23 für die Packers.

Offense

Schlecht.

Defense

Schlecht.

Coaches

Katastrophe.

Special Teams

Connor Barth hatte den Tag seines Lebens (welch eine Verschwendung). Er erzielte 3/3 Field Goals von jenseits der 40 Yard Linie. Er gehört dennoch gefeuert.

Fazit

Wenig Worte im Spielbericht, die sogar locker flockig ins neue Zeichenlimit bei Twitter gepasst hätten (#280). Und dennoch eine größere Leistung meinerseits, als die unseres Teams am gestrigen Abend.

 

Das war die harmlose Variante und ich empfehle hier aufzuhören, doch für alle die nach mehr lechzen… Bitteschön.

Offense

  • Der erste Drive war ein Sinnbild für dieses Jahr. Nach zwei Wochen Vorbereitungszeit liefen die Bears beim 1st Down in eine vollgepackte Box und verloren damit einen Yard. Ein Pass brachte eine erneute Chance, die ebenfalls mit einem Lauf beim 1st Down mit einem Verlust von 4 Yards verwandelt wurde. Es folgten zwei Strafen und der Drive war vorbei.
  • Green Bays 5 Sacks gehen zur Hälfte auf die Offensive Line und zur anderen Hälfte auf Trubisky. Das spiegelt allerdings nicht ansatzweise wieder, wie schlecht die OL fungierte. Grasu spielte für den angeschlagenen Kyle Long und zog dazu scheinbar Rollschuhe an, so oft wie er ins Backfield zurück gedrängt wurde. Die rechte Seite war standesgemäß schlechter, als die Linke.
  • Trubisky zeigte eine Rookie Leistung. Ein guter Start und ein schönes 4. Quarter, trotz einzelner Fehlwürfe. Positiv war, dass er sich aufgerappelt hat nachdem er im 2. und 3. Quarter paralysiert wirkte von der ganzen Fehleranalyse. In den bisherigen Spielen empfand ich seine Statistik schlechter, als sein eigentliches Spiel, heute muss ich allerdings zugeben, dass nach dem Spiel (21/25, 297 Yards, 1 TD, 0 INT, 97.0 PR) das Gegenteil der Fall ist.
  • Nach der Entlassung von Gentry hatte ich mich diesbezüglich noch gefreut, aber es ist schön zu sehen wie die Bears weiterhin Wege finden, ihre besten Receiver an der Seitenlinie zu halten. Ich mein, wo kommt plötzlich Bellamy her? Der spielte die ganze Zeit über keine Rolle und nun, nachdem McBride ein 90+ Yards Spiel hatte, Inman dazugestoßen und Wheaton genesen ist, sieht er Unmengen an Snaps? WIE?!
  • Shaheen hatte einen guten Start. In den ersten beiden Drives verbuchte er zwei Catches für 39 Yards. Danach sollte er nicht mehr ins Passspiel eingebunden werden.
  • Dontrelle Inman und Kendall Wright (noch immer zu wenig Snaps) hatten ebenfalls ein ordentliches Spiel. Sie erreichten zusammen 134 Yards bei 11/16 gefangenen Pässen.

Defense

  • Die Defense hätte für keinen besseren Ausgangspunkt beten können. Sie kommen ausgeruht aus der Bye-Week, spielen daheim gegen den Erzrivalen und dieser startetet an der eigenen 7 Yard Linie. Dann, 70 Yards später, erzielten die Packers ein Field Goal. Eine frühe Führung des Gegners bedeutet schon grundsätzlich eine Niederlage für die Bears, wie wir auf dieser Seite schon zig Mal statistisch belegt haben. Da hätte man quasi ausschalten können.
  • Ein trauriger Tag für die Front-7. Gegen den Back-Up Quarterback in seinem dritten Start, hinter einer zerrütteten OL, sollten sie das Spiel dominieren, doch wurden dominiert. Es war kein Anzeichen von Pass-Rush zu erkennen, bis Vic Fangio anfing Blitze anzusagen (gute In-Game Anpassung, danke).
  • Im vierten Quarter kamen die Bears durch einen Touchdown und ein Field Goal noch einmal in Schlagdistanz. Die Defense versagte in jedem darauf anschließenden Drive. Fangio verzichtete übrigens auf Blitze nach dem Bears Touchdown Drive. WARUM!? Bei der zweiten Gelegenheit verzierte Kyle Fuller seinen schlechten Tag.

Coach

  • Daheim nach einer Bye Week 7 Strafen für 73 Yards im ersten Quarter zu kassieren ist nicht zu entschuldigen. Ganze 6 gelbe Flaggen wurden vor oder nach dem Spielzug geworfen. Das steht einzig und allein für mangelnde Disziplin und eine schlechte Vorbereitung. Das wiederum steht für schlechtes Coaching.
  • Mike McCarthy und sein Team zeigten den Bears das ganze Spiel über, wie gutes Coaching auszusehen hat. Sie zeigten auch, wie man mit einem unerfahrenen Quarterback agieren sollte.
  • Ein „Delay of Game“ bei einem „Point after Touchdown“. WAS?! Das ist zwar weniger fatal, aber an und für sich nicht weniger unmöglich als…
  • Eine eigene Challenge, die Green Bay den Ball beschert, anstatt ein 1st & Goal an der 3-Yard-Linie zu haben. Das lasse ich kommentarlos stehen.

 

janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.