Bears Free Agent Steal – Marcus Cooper

Liebe Leser! Manche von euch fragen sich mit Sicherheit, warum ausgerechnet ich so gehypet auf die kommende Saison bin. Ich bin Realist, auch wenn mir viele gerne Pessimismus vorwerfen. Niemand weiß besser als ich, wie schnell ein Saison in die Hose gehen kann. Verletzungen, falsche Atmosphäre im Locker Room, kein Teamgeist…..alles Faktoren, die schnell zu Probleme führen können. Dazu die letzte Saison mit den vielen Baustellen, am Deutlichsten die Secondary.

Was Fehlte Bisher

Seit Peanut Tillman haben die Bears keine wirklich guten Cornerbacks. Firstround Pick Kyle Fuller hatte zwar seine Momente, ist aber verletzungsanfällig und noch jung. Das änderte sich in der letzten Free Agency Phase. Ex-Giants und Ex-Jaguars Cornerback Prince Amukamara verkörpert einen passablen Cornerback, der aber noch nicht sein ganzes Potenzial abrufen konnte. Nichtsdestotrotz ist er nach den Leistungen der letzten Saison definitiv ein Upgrade für die Bears Secondary. Doch die allerbeste Verpflichtung in der Free Agency ist er nicht. Allgemeines dazu hat mein Kollege philippgd bereits veröffentlicht.

Best Free Agent Signing

Die beste Neuverpflichtung ist für mich eindeutig Cornerback Marcus Cooper. Seine Körpergröße ist perfekt für einen NFL-Corner bei 1,88 M und 87 KG. Cooper war aber ein 7th Round Pick und hatte so seine Probleme bei seiner ersten Station, den Chiefs gehabt. Bei Crossing Routes hatte er ebenso Probleme, wie bei der Eye-Discipline (hier hab ich kein deutsches Wort). Seine Hüfte war nicht flüssig bei Richtungsänderungen. Doch wie bei so vielen Spielern, hat er sich um 180 Grad gedreht mit dem Wechsel zu den Cardinals. Seitdem ist er ein wirklich guter Corner. Kenner wissen, wie ähnlich Cardinals Head Coach Bruce Arians und Bears DC Vic Fangio Football sehen. Die Press-Coverage Over/Under ohne freibleibende Safeties ist keine leichte Aufgabe, doch Cooper passte in Arizona gut in dieses Schema hinein und meisterte seine Aufgaben.

Kritik Berechtigt

Viele Couch Coaches üben Kritik an Cooper. Er hatte 2 eher schlechte Spiele Anfang 2016 und hat ein paar Pässe verpasst. Seine aggressive Spielweise ist daher zwar ein Plus, aber eben manchmal der Grund für Fehler. Es überwiegen aber eindeutig die positiven Momente. Er erzielte nicht nur 11 verteidigte Pässe, sondern auch 4 Interceptions. Er wurde auch sehr oft angeworfen, da All-Pro Cornerback Patrick Peterson ihm gegenüber stand und hatte damit oft die undankbare Aufgabe “Off” zu spielen.

“Off” bedeutet in etwa, “der Ball kommt zu deinem Receiver, weil du so weit weg von ihm stehst, da du zusätzlich noch Safety-Aufgaben wahrnehmen musst” in ein Man-Press Defense. Quarterbacks müssen die sogenannte Hot Route finden, wenn sie sehen, dass die Defense in Press Coverage steht und ein Blitz gut möglich ist. Da wird häufig auf das schnellste Ziel geworfen und wenn der Receiver auf den ersten 5 Yards ohne Deckung frei ist, ist er das Ziel. Die Aufgaben sind vielzählig hier: #1 ist natürlich den Receiver decken. Klar. Aber er ist auch in einer Safety-Rolle und muss gegen einen Wideout Screen arbeiten und mitten durch den Verkehr im Falle eines Lauf-Spielzuges. Das heißt quasi ein Auge auf dem Receiver und das Andere auf den Quarterback.

Ist Cooper wirklich so gut?

Video Quelle: nfl.com

Naja, wir sprechen hier von einem 27 Jährigen mit wenig Spielzeit als junger Spieler in der NFL. Er lernte und verbesserte sich. Er ist ein so genannter “Ball Hawk”, der ein gutes Auge für den Ball hat und um den Ball kämpft. Hier sieht man Cooper wie er den Ball in die Endzone aus den Hände des Receivers schlägt. Es gibt viele solche Aktionen von Cooper. Was ihm bisher fehlte, war nur die Erfahrung. Wenn man seine Highlights anschaut, kann man wirklich Hoffnung schöpfen, denn er ist genau der Typ, der bei den Bears fehlte. Es ist praktisch unmöglich oft zu gewinnen wenn wir den Ball öfter verlieren als wir ihn wegnehmen. Darum sind Turnovers so schädlich und Takeaways so wichtig.

Video Quelle: nfl.com

Cooper beherrscht übrigens auch den Bears Fan Favorit, den Peanut Punch.

Hier fuer euch noch das versprochene Highlight Video, Bear Down!

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