Vorbericht: Bears @ Buccaneers

Die Bye-Week ist vorüber. Die Chicago Bears nutzten die Zeit zum auskurieren, sodass die erste positive Nachricht lautet: Das Lazarett lichtet sich. Die Bears müssen an diesem Sonntag nach Tampa Bay zu den Buccaneers (3-5) und einzig Deiondre Hall ist nicht einsatzfähig.

Chicago und Tampa Bay treffen zum 59. Mal aufeinander. Die Bears führen insgesamt 38-18 gegen die Bucs und gewannen die letzten drei Partien ebenfalls, inklusive dem 21:26 im letzten Jahr. Übrigens waren beide Teams zu Zeiten der NFC Central Division Gegner.

Nach dem Sieg gegen die Vikings geht nicht nur die Fangemeinde mit einer gewissen Vorfreude in die Partie, auch die Bears sollten mit einer guten Portion Selbstvertrauen ausgestattet sein. Im Gegensatz zum heutigen Gegner, der letzte Woche gegen die Falcons verlor. 

Match-Plan

Offense

Der Plan gegen der Offense sollte, wie schon gegen die Vikings, Old School Football heißen. Nur treffen unsere Mannen auf eine qualitativ ganz andere Defense.

Die Defense der Tampa Bay Buccaneers ist in dieser Saison besonders wackelig. Sie sind 28. in „erlaubte Yards“ und 29. in „erlaubte Punkte“, oder anders formuliert: Sie sind 27. gegen den Pass und 25. gegen den Run.

Die Bears sollten zunächst einmal ihr Laufspiel etablieren, was für Jordan Howard wohl kein Problem sein sollte. Dem auftrumpfenden Rookie steht nämlich eine Defense gegenüber, die im Durchschnitt mehr als 117 Yards pro Spiel und 4,1 Yards pro Versuch zulässt. Außerdem stehen ihm heute Kyle Long und Josh Sitton wieder unterstützend zur Seite.

Daraufhin sollten sich dann auch gute Möglichkeiten für Jay Cutler ergeben. In den letzten beiden Spielen ließen die Bucs insgesamt 857 Yards nach Pässen zu, allgemein sind es im Durchschnitt 281 pro Spiel. Also lasst Cutler, am besten in Play-Action, ein paar tiefe Würfe anbringen und somit Alshon Jeffery in Sphären von Julio Jones (8 Catches, 111 Yards) kommen.

Key-Matchup: Bears Laufspiel vs Bucs Laufverteidigung

Defense

Die Defense kann sich über die Rückkehr von Eddie Goldman freuen. Womit wir direkt zu der Chance kommen, die uns dieses Comeback ermöglicht. Die Bears Defense hat sich in dieser Saison gegen den Run bewiesen, nun kehrt in Eddie ihr bester Run-Stopper zurück. Die Buccaneers haben zudem erhebliche Verletzungsprobleme auf der Runningback Position. Nur Doug Martin, einer ihrer Top 4 Backs ist wahrscheinlich einsatzfähig und auch er hat am Freitag zum ersten Mal seit dem 2.Spieltag voll mittrainiert. Eddie Goldman und Akiem Hicks sind zwei Monster, die auch ohne dritten Lineman das Laufspiel ausbremsen und Löcher für die Linebacker reißen können.

Damit sind wir bei der Passverteidigung angelangt. Ein Lineman weniger bedeutet, dass uns Eddie Goldman erlaubt, Leonard Floyd, Willie Young und Pernell McPhee gleichzeitig auf das Feld zu schicken. Keine guten Nachrichten für Jameis Winston und seine Offensive Line. Winston hat sich in der NFL etabliert, auch in diesem Jahr hat er bereits 2000 Yards und 17 Touchdowns durch Pässe erzielt. Seine größte Waffe nennt sich Mike Evans, der von der Spielweise Alshon Jeffery ähnelt. Nach der Verletzung von Vincent Jackson kristallisiert sich jedoch kein passabler zweiter Passempfänger heraus, am ehesten noch Russell Shepard, doch auch er fehlt Tampa Bay gegen unsere Bears. Die Kombination Winston – Evans ist allerdings Herausforderung genug für die Secondary, man sollte ihnen also nicht viel Zeit gewähren. Der zusätzliche Pass-Rusher käme also wie gerufen. Die Offensive Line ließ bereits 19 Sacks zu und vermisst nun ihren besten Mann – LG Kevin Pamphile.

Key-Matchup: Pass-Rusher vs Winston & Evans 

Fazit

Die Chicago Bears kommen aus der Bye-Week und können genau nach ihrer typischen Old School Spielweise agieren. Den Run der Gegner frühzeitig im Keim ersticken, den Gegner somit zum Werfen und hoffentlich zu Fehlern (Interceptions) zwingen. Die Offense muss ihren eigenen Run etablieren, dann haben die Bears die Zeit in ihrer Hand. Außerdem sollte es das Spiel sein, in dem Cutler statistisch explodiert. Tampa Bay scheint ein perfektes Match-Up zu sein.

Doch Vorsicht! Gleiches dachten wir im Vorfeld auch von Philadelphia, Dallas, Jacksonville und Indianapolis. So schön es gefühlsmäßig gerade aussehen mag, verlieren die Bears dieses Spiel gegen die Bucs ist alles sofort wieder dahin.

 

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