SpielBEARicht: Unterirdisch. Bears vs Jaguars.

Sprechen wir es aus, die Bears sind unterirdisch. Jeder weiß es.

Die Chicago Bears verlieren 16:17 gegen die Jacksonville Jaguars und festigen damit weiter ihre Position als eines der schlechtesten Teams der NFL. Eine schlechte Saison wird zu einer entsetzlichen Saison und ja, es kann noch dicker kommen. In den nächsten Spielen geht es gegen Green Bay und Minnesota. Es spricht wenig dagegen, dass die Bears danach mit 1 – 7 in die Bye-Week gehen.

Zrück zum Spiel. John Fox erklärt die Niederlage damit, dass die Bears momentan schlecht spielen. Das stimmt sogar teilweise. Wer jedoch durchgehend schlechte Leistungen anbietet ist er selbst. Seine Entscheidungsfindung gleicht nämlich der eines Spinnen Männchens. Folgende Punkte sind erst einmal belanglos, solange das Problem nicht behoben wird. Dennoch eine kurze Ausführung zum Spiel:

Offense:

Dowell Loggains konnte das Ruder herumreißen. Nach schwacher Leistung zum Saisonstart sind die letzten Partien gut ausgeführt. Er hält die Bears mit ihrem Backup Quarterback im Spiel. Chicagos Offense konnte in den letzten beiden Partien über 900 Yards erzielen, beeindruckend. Die Schattenseite: Am Ende sprangen dabei insgesamt nur 39 Punkte heraus.

  • Cameron Meredith (11 Catches, 113 Yards) ist ein Mann für die Zukunft. Super Talent, super Spieler. Wenn die Bears Alshon Jeffery halten können, werden sie eine fantastische Gruppe an Passempfänger besitzen.
  • Die O-Line hatte ihre Probleme im Run-Blocking. Sie konnten keine Lücken für die Runningbacks aufreißen.
  • Jordan Howard blieb diesmal blass. Hatte allerdings auch keinen Raum zum Glänzen. Dann wurde er (zu) früh ausgetauscht. Schade.
  • Ka’Deem Carey rennt stellenweise wie ein Verrückter. Er spielt hart und zeigte eine ansprechendere Leistung als Howard. Der Drop? Wow.
  • Die erste Halbzeit zeigt Jeffery in Einsatz. Die Zweite zeigt, wie das Spiel läuft, wenn er ignoriert wird.
  • Brian Hoyer ist ein Backup. Das wird nun auch dem letzten klar geworden sein. 5 von 13 Pässen über 10 Yards fanden den Mitspieler. Die gefühlte Quote wäre noch schlechter. Das Hauptproblem bleibt also bestehen, er kann nicht gut werfen und die Bears sind somit innerhalb der Redzone komplett ungefährlich.

 

Defense:

Die Defense ist von Verletzungen geplagt, dennoch halten sie den Gegner oft genug unter 20 Punkte, sodass ein besserer Record möglich wäre. Um zukünftig eine 10 Punkte Defense zu werden, dafür müssen in der kommenden Offseason noch einmal Verstärkungen her. Momentan schafft man es allerdings nicht den Gegner in Schlüsselszenen zu stoppen. Das liegt am zu schlechten Pass-Rush.

  • Willie Young (2 Sacks, 1 Forced Fumble) ist momentan die Ein-Mann-Pass-Rush-Maschine der Bears. Ohne ihn ist der Druck auf den Quarterback ein laues Lüftchen.
  • Wenn die Spieler durch individuelle Leistung keinen Druck auf den Quarterback ausüben können, dann muss taktisch etwas verändert werden. Sprich, die Bears müssen mehr blitzen. Gegen die Jaguars war das aber nur 7 Mal der Fall. Eine Kritik, die sich Fangio gefallen lassen muss.

Fazit:

Da kommt nur noch Verzweiflung auf. Nach einer 13:0 Führung wird man daheim von den Jacksonville Jaguars mit 17:16 im letzten Viertel geschlagen. Die Bears sind ein hoffnungsloser Fall und der Grund dafür steht an der Seitenlinie und trägt ein Headset. John Fox zeigte in allen Saisonspielen eine desaströse Leistung und wirkt weiter ideenlos. Ryan Pace sollte sich Gedanken machen, ob Foxy der richtige Mann für seinen Rebuild ist. Die Führungspersonen sollten sich die Frage stellen, welcher Chicago Fan sich diese Konstellation weiter antut, wenn parallel zum Aufeinandertreffen mit den Packers die Cubs zum NCLS Spiel antreten.

janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.