VorBEARicht: Bears vs Packers (Thanksgiving Special)

Happy Thanksgiving an alle! In den USA ein Feiertag und auch in Deutschland lässt er viele Leute aufjubeln. Denn Thanksgiving bedeutet einiges an Football auch unter der Woche. Am heutigen Tag/ In der heutigen Nacht erwartet uns Fans der Chicago Bears ein ganz besonderer Truthahn, denn unser Team trifft auf den großen Rivalen! Chicago Bears vs Green Bay Packers! Einmal für die neutralen Zuschauer: Diese Begegnung ist nicht einfach nur ein Spiel, sie löst ganz besondere Emotionen aus, da jedes Aufeinandertreffen nicht nur die gegenseitige Abneigung, sondern auch ihre lange Geschichte mit sich bringt. So auch bei den Spielern der Bears:

Ein paar Fakten:

 

 Geschichte

        • Die älteste Rivalität in der NFL besteht seit 1920. Seitdem trafen beide Teams 189x (+2 Playoff Begegnungen) aufeinander. Jedoch noch nie an Thanksgiving! Es gibt also immer noch Premieren! Die Bears führen im All-Time Vergleich knapp mit 93-92-6.

 

 

      • Hall of Fame Quarterback Brett Favre wird beim heutigen Aufeinandertreffen in Green Bay geehrt. Seine Rückennummer 4 wird nicht mehr vergeben.

 

           

        • Verletzungen (Bears): TE Martellus Bennett, WR Eddie Royal, RB Ka’Deem Carey

 

 

      • Verletzungen (Packers): WR Ty Montgomery, WR Jared Abbrederis

 

 

Match-Plan:

 

 Offense

Pass: Die Green Bay Packers haben in ihren Niederlagen gegen die Broncos und die Panthers eine vermeindliche Schwachstelle offenbart. Sie zeigten sich anfällig gegen tiefe Pässe in die Mitte (18+Yards), während die Receiver Inside-Breaking-Routes laufen. Hierbei brechen die Receiver an den Außenlinien nach innen ein, währenddessen startet ein weiterer Receiver mittiger und bindet den tiefer agierenden Safety mit einem weiten Lauf. Die Packers Defense hatte zuletzt Probleme mit ihrer Deckung (Manndeckung an der Außenlinie, Raumdeckung in der Mitte), weil sie vermehrt zusätzliche Pass-Rusher aufbieteten, wodurch sich den Bears Räume in den tiefen Zonen bieten werden.

Run: Die Defense von Capers ist sehr kreativ, sie versteht es mit verschiedensten Variationen in der Ausgangsformation zu überraschen. Sie nicht lesen zu können, bedeutet falsche Play-Calls auszugeben. Den Überraschungseffekt nimmt man ihnen allerdings, wenn man sie mit einem simplen Line-Up attackiert. Eine Erweiterung der O-Line durch mehrere Tight Ends bedeuten zusätzliche Lücken für den zurückkehrenden Matt Forte und Schwierigkeiten für Green Bay.

Defense

Pass:  Press-Man-Coverage!!! Am 1. Spieltag ließ Vic Fangio die Defensive Backs vermehrt die Packers Receiver an der Line of Scrimmage herausfordern, um das Timing zwischen ihnen und Aaron Rodgers zu stören. Das wird er erneut versuchen, denn ohne Jordy Nelson fehlt Schnelligkeit und ein vertikales Element in Green Bays Spiel. Zuletzt konnten Gegner der Packers mit dieser Herangehensweise große Erfolge gegen deren Passspiel verbuchen, denn den verbliebenen Receivern fehlt es eben an jener Explosivität, um sich in engen Deckungen vom Gegenspieler zu befreien. Das Passpiel Konzept beruht nämlich mehr auf Individualität, anstatt Receiver schematisch frei zu spielen.

Run: Das Fehlen des eben schon erwähnten vertikalen Elements erlaubt der Bears Defense mehr Single-High-Coverages, wodurch mehr Leute für die Box zur Verfügung stehen. Diese können sich dem gegnerischen Run widmen. Eddie Lacy meldete sich letzte Woche mit einer 100 Yard Performance zurück, nachdem er, durch eine Verletzung geplagt, auf insgesamt nur 78 Yards in den vier Spielen zuvor kam. Gegen 7 oder 8 Verteidiger in der Box muss auch er erstmal ankommen.  

Kommentar der Woche:

Warum mache ich mir eigentlich die Mühe und schreibe einen Match-Plan? Chicago Bears OLB Pernell McPhee müsste man sein. Unser Monster of the Midway kann das auf seine Art nämlich viel effektiver und zugegebenermaßen auch cooler:

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