VorBEARicht: Bears vs. Lions

NFL NFC North Division Game
Spielbericht / Game Report

Ford Field, Detroit. Die Chicago Bears spielen gegen die Lions. In den letzten beiden Jahren gab es kein Sieg mehr gegen dieses Team. Marc Trestman sagte, es wäre nicht besonderer als alle anderen Spiele in der Saison, aber doch, ist es, so zählt ein Sieg gegen einen Division Gegner quasi doppelt. In dieser Saison ist es eine Partie zwischen zwei Sorgenkinder, konnten die Bears jedoch in den letzten Spielen überzeugen und zuletzt auch zwei Siege erzielen, so sind die Lions bisher immer noch ohne Sieg. Damit das auch nach diesem Spiel so bleibt und die Bears mit 3-3 in die Bye-Week gehen, hier der Match-Plan.

Match-Plan:

Offense:

An der Line of Scrimmage sind dieses Jahr nicht mehr Nick Fairley und Ndamukong Suh zu finden, die beiden spielen inzwischen woanders. Dafür hat Ziggy Ansah seinen Durchbruch in dieser Saison, so ist er allein für 5 der 12 Sacks für die Lions verantwortlich. Ihn gilt es durch erneuter Teamarbeit zu stoppen, Charles Leno und Kyle Long haben in den letzten Spielen einen guten Eindruck hinterlassen, zusammen mit Cutlers Ausweichbewegungen sollte genug Zeit für Pässe entstehen. Außerdem dürfen wir in diesem Spiel Eddie Royal und Alshon Jeffery zurück begrüßen. Eine deutlich größere Beachtung sollte heute jedoch das Laufspiel genießen. Nach den vorher erwähnten schweren Verlusten in der D-Line lässt man in Detroit bisher im Durchschnitt 4,3 Yards pro Lauf und 126,4 Yards pro Spiel zu.

Defense:

An der Line of Scrimmage sollte sich heute Lamarr Houston wiederfinden (wo er meiner Meinung nach sowieso hingehört). Es wird nämlich Zeit die Statistik bezüglich „Sacks“ aufzuwerten, denn Matthew Stafford darf sich heute nicht eine Minute lang komfortabel fühlen. Matthew Stafford führt mit 8 Interceptions diese Liste an, ist der Drittschlechteste im Quaterback Rating und muss dementsprechend von allen Seiten Kritik erfahren. Er ist in einer Position, in der er von sich aus Fehler machen wird, also darf man ihn nicht ins Spiel kommen lassen, mit 5 oder mehr Leuten Druck erzeugen sollte heute eher Standard sein, da kann ein zusätzlicher Rusher in der D-Line nicht schaden. Houston hat nebenbei noch die Fähigkeit, ziemlich gut Lücken reißen zu können. Tracy Porter, der, seitdem er auf dem Platz steht, jeden Nr. 1 Receiver an die Wand spielt, kümmert sich derweil um Calvin Johnson. Dieses Jahr alles andere als Megatron, der Top-Receiver der letzten Jahre steht auf Rang 5 der am öftesten angespielten Receiver, doch ist nur in den Top 30 für erreichte Yards und seine längste Reception beträgt ebenfalls nur 28 Yards(!).

Das Laufspiel? Das existiert quasi gar nicht! So erreichen sie im Durchschnitt 2,8 Yards pro Versuch, das nächste Team sind die Denver Broncos mit 3,3 Yards. Einen halben Yard mehr (!), das ist so viel, wie die Lücke zwischen dem 6. und dem 24. in dieser Statistik. Die im Durchschnitt erreichten Yards pro Spiel liegen bei 48,8. Das Team dahinter sind die Miami Dolphins mit 69,3. Zum Vergleich, am Ende der Saison 2014 erzielte das schlechteste Team in dieser Statistik 77,5 Yards. 2013? 77,9. 2012? 75,3.

Das Wort zum Sonntag:

Das Team der Detroit Lions hat Talent, mehr Talent als unsere Bears, so erreichten sie im letzten Jahr die Playoffs. Sie können ihr Talent in dieser Saison jedoch nicht auf den Platz bringen, wenn die Bears es schaffen das Spiel von Anfang an für Unwohlsein sorgen, bestenfalls früh in Führung gehen, dann wird das heute ein klarer Sieg. Wir dürfen heute nicht als Aufbaugegner fungieren. Dann gehen die Bears mit 3-3 in die Bye-Week, ein erster Erfolg für die Organisation, mit dem wohl niemand zu Beginn der Saison rechnen durfte. BEARDOWN!

janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.