VorBEARicht: Raiders vs Bears

Willkommen zum dritten Heimspiel der Saison, zu Gast im Soldier Field sind diesmal die Oakland Raiders. Das Team der verrückten Leute in schwarz galt in den letzten Jahren immer zu den schlechteren in der NFL. Doch dieser Tage häufen sich die Stimmen, die Raiders befänden sich im Aufschwung und kämen aus dem langen Leistungsloch. Und tatsächlich, die Raiders haben sich deutlich (!) verbessert, doch kommen sie aus einem solchen Tal, da bedeuten selbst deutliche Steigerungen nicht so viel. Die Raiders bleiben ein schlechtes Team und bleiben ein Pflichtsieg für unsere Chicago Bears, sollte Jay Cutler und nicht Jimmy Clausen der Quarterback sein.

Match-Plan:

Offense:

An der Line of Scrimmage begegnet uns das wohl interessanteste Duell des Spiels: Long (wieder voll genesen) vs Mack. Auf der anderen Seite trifft Charles Leno auf Aldon Smith. Die Raiders haben zwei starke Pass-Rusher, Hilfe durch einem der Tight Ends oder einem zusätzlichen Lineman wäre hier durchaus angebracht, um den Quarterback (gerade Cutler nach seiner Verletzung) zu schützen. Die Betonung liegt ganz klar auf „einem“, denn bei den heutigen Passspielzügen wird ein Tight End noch gebraucht. Beide Safeties der Raiders fühlen sich tiefstehend weitaus wohler, so entsteht ein Platz auf dem Feld, der den gegnerischen TE’s in dieser Saison zu 20 Catches, 297 Yards und 5 Touchdowns verhalf und keiner hatte im Ansatz die Klasse von Martellus Bennett. Das gegnerische Laufspiel ist eine weitere Schwäche Oaklands, so ließen sie in dieser Saison 3,9 Yards pro Run zu. Hierbei könnte ein zusätzlicher Lineman ebenfalls eine nützliche Hilfe sein, um Forte und Co ein paar Lücken zu reißen, Charles Woodson in der Secondary wird unsere Runningbacks sicher nicht mehr einholen.

Defense:

Hier treffen wir an der Line of Scrimmage einen alten Bekannten, J’Marcus Webb gibt den Right Guard für die Oakland Raiders. Wir alle wissen was man, oder eher was man nicht, von ihm erwarten kann. Sein Partner auf der Tackle Position ist Austin Howard, der ihm in nichts nach steht. Pernell McPhee und der wieder spielberechtigte Jeremiah Ratliff sollten einen erfolgreichen Tag haben, zusätzlich könnte man die Seite das ein oder andere Mal überladen (bspw. bei 3rd Down Situationen). Der Raiders Center Rodney Hudson ist allerdings einer der besten im Geschäft, die Bears haben zwar, wie eben erwähnt, Ratliff wieder, doch auch die Inside Linebacker müssen schnell sein und die Lücken gegen den Run stopfen, damit RB Latavius Murray (6’3, 230lb; Power-Runner), der bisher eine gute Saison spielt, nicht nochmal so viel Raum, wie gegen Cleveland erhält. Im Passspiel ist Derek Carrs (ziemlich mobil in dieser Saison unterwegs, worauf geachtet werden muss) Lieblingspassempfänger Amari Cooper. Der Rookie macht da weiter, wo er im College aufgehört hat. Wenn Alan Ball die Leistung vom letzten Wochenende wiederholen kann, sollte er sich im „1 vs 1“-Duell um Michael Crabtree kümmern, Amari Cooper könnte dann gedoppelt werden.

Special Teams:

Die Chicago Bears lassen von allen Teams die meisten Yards nach Kick-Returns zu und Oaklands Returner Taiwan Jones ist derzeit mit einem Durchschnitt von 30,3 Yards pro Return der Fünftbeste der NFL. Der beeindruckende Part seiner Statistik ist jedoch, dass sein längster Return 35 Yards weit ging, seine Statistik wird also nicht durch einen langen Touchdown Lauf aufgebessert, somit schafft er diese Weite bisher konstant. Solange die Bears keine Kick-Returns verteidigen können, sollten sie sich für das geringere Übel entscheiden und den Ball über die Endzone schießen, die Gegner von der 20-Yard Linie starten zu lassen ist immer noch besser, als ständig die lange Läufe oder sogar Touchdowns zuzulassen.

janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.