SpielBEARicht: Erfolglos und Frustrierend

2. Spieltag: Bears vs Cardinals 

48-23 verloren, und das im eigenen Stadion. Das Soldier Field samt seiner Fans wurde Zeuge einer abermals schlechten Leistung.

Zum „Spiel“:

Alles begann schon mit dem KickOff, ein Hammer bis tief in die Endzone von Robbie Gould und ein Rookie Returner nehmt es sich raus, statt auf ein Knie zu gehen, einen Lauf zu wagen. Das Unheil begann,  108 Yards später hieß es Touchdown und es stand 6-0 für die Arizona Cardinals, 7-0 nach dem Extrapunkt. Schlecht.

Aber Hoffnung keimte auf. Die überraschende Leistung in Week 1 setzte sich in der ersten Hälfte des Spiels fort. Zwar hat die Bears Defense immer noch nicht für Druck gesorgt, aber die Offense der Cardinals trotzdem gut im Saum gehalten. Leider nicht gut genug, denn 42 Yards, bis kurz vor der Endzone, flog ein langer Pass von Carson Palmer, wo Cornerback Kyle Fuller schon wieder mit einer Pass Interference diese Yards verschenkt. Es blieb jedoch alles im grünen Bereich durch den starken Auftritt der Offense, bis Bears Quarterback Jay Cutler zu seinem „typisch Jay“-Wurf ausholte und direkt zum Cardinals Safety Tom Jefferson geworfen hat. Touchdown Jay Cutler! Wenn die Packers, Lions und Vikings Cutler nicht zum Division MVP wählen, dann weiß ich auch nicht mehr. Die Krönung und das wohl dümmste des ganzen, verletzt hat sich Cutler auch noch bei diesem Spielzug. Zu Anfang dachten alle, er hätte seine Schulter verletzt, dann wurde sein Hamstring Muskel als offizielle Begründung angegeben.

Jimmy Clausen kommt ins Spiel.

Schickt den wieder weg! Unter Clausen war die Offense dermaßen schlechter, dass man sich nur die Haare raufen konnte. Clausen kam kalt rein, fing an mit einer 1-7 Passquote und fumbelte einen Snap. In Halbzeit 2 wurde es zwar besser, allerdings auch nicht gut genug. Clausen endete mit einer Stat Line von 14-23, 121 Yards, 0 TDs, 1 INT und einem miserablen 56.6 QBR. Mehrere RedZone Drives konnten nicht in die Endzone untergebracht werden, was allerdings auch an OC Adam Gase’s Playcalls lag.

 

Es war nicht alles schlecht…

Jared Allen war gut. Überaschend gut sogar. Seine Deckung gegen Pässe war besser als die der Secondary. Seine Pass Deflection mit anschließender Interception war toll. Er sorgte für mehr QB-Pressures als die komplette D-Line und McPhee zusammen, obwohl er mehr an der Deckung beteiligt war. Ebenfalls gut waren Jaquizz Rogers und Jeremy Langford. Genau so gut wie Forte eigentlich, obwohl sie mehr zwischen den Tackles gelaufen sind. Kyle Long war gut, trotz einer seltsam bandagierten rechten Hand. Zumindest besser als in Week 1. Shea McClellin war auch wieder gut, Führender in Tacklings und bestbenotester Defender der Bears.

… aber das meiste eben schon.

Houston war schlecht. Pernell McPhee war schlecht. Christian Jones war schlecht. Kyle Fuller, Alan Ball und Vladimir Ducasse…alle schlecht. Special Teams ebenfalls schlecht.

Coach John Fox und Co. haben noch sehr viel vor sich, wenn sie ein Siegerteam Formen wollen. Fox war sehr legiér in seinem Interview nach dem Spiel. Die vielleicht interessanteste Aussage war:

„we’ll find guys that want to do it and can do it, and we’ll move forward.”

Also, „wir finden Spieler die es machen wollen und auch machen können und werden den nächsten Schritt gehen“. Fox scheint noch nicht ganz glücklich zu sein mit dem aktuellen Team.

Nochmal zum schon angesprochenen Playcalling. 2 Yard Linie, 3rd Down, Streth-Run nach links? In dieser Situation so viele Pässe bei weniger als 2 Minuten bis zur Halbzeit? Da konnten die Fans nur sauer werden. Die Bears sind schlecht, zumindest waren sie das gegen die Arizona Cardinals und zwar in allen 3 Bereichen. Besser als im letzten Jahr ist es dennoch, zumal sich Team und Coaches erstmal noch finden müssen, das ist nach so kurzer Zeit einfach nicht möglich.

Der nächste Gegner sind die Seattle Seahawks, die ebenfalls 0-2 gestartet sind. Vielleicht gibt es den ersten Sieg gegen ein Superbowl Team?

Coach D
Stieß im Jahr 2015 dazu und ist der Ami in unserer Runde. Er war lange als Coach tätig und spielte zuvor selbst Football, wo er sich unter anderem mit der Bears Legende Brian Urlacher messen durfte.