Fan-Schwachsinn: Für Draft Picks verlieren

Es ist in Fankreisen inzwischen üblich, während einer schlecht laufenden Saison des Lieblingsteams „jetzt verliert wenigstens alles für einen besseren Draft Pick“ zu sagen. Der Grund dafür sind die anfänglichen Hoffnungen und Träume, die zerplatzen. Wenn sich diese, während der Saison, nicht verwirklichen, verfällt der Fan in diese Trotzreaktion, um jede weitere Niederlage des Teams besser verkraften zu können.

Wenn man die Fakten betrachtet ist dieser Satz jedoch Schwachsinn. Der Pick Nummer 5 hat nicht unbedingt größeren Erfolg als der 30. Pick im Draft. Auch der 10. Pick hat nicht mehr Erfolg als Pick Nummer 20. Draft Positionen haben schlichtweg nichts mit dem Erfolg im Draft der Organisationen zu tun. Das einzige Kriterium, das im Draft zu Erfolg führt, ist gutes Scouting. Also die genaue Auswertung des Talents. 

Es würde heute niemand mehr Chance Warmack, Jonathan Cooper oder DJ Fluker vor Kyle Long nehmen. Niemand draftet Matt Kalil eine ganze Runde vor Cordy Glenn, oder Trent Richardson vor Doug Martin gepicked wird. Eine weitere Frage, die in dieser Liste aufkommt, betrifft Dee Milliner. Sollte er zum heutigen Stand wirklich in der 1. Runde gedraftet werden? Defintiv nicht!
Der ganze Beginn des Drafts im Jahr 2013 ist eine Farce für die Teams zum heutigen Standpunkt. Die Spieler aus dem Draft 2013, die für ihre Teams starken Einfluss auf die Spiele nehmen wurden alle erst später am ersten Abend gedraftet.

Ein weiterer Augenmerk sollte auf die Teams gerichtet werden, die seit Jahren Erfolg in der NFL haben. Die New England Patriots, die Green Bay Packers, die Baltimore Ravens und die New Orleans Saints sind seit geraumer Zeit fast immer in der Postseason vertreten, obwohl sie somit niemals einen Spieler in den Top 10 des Drafts auswählen dürfen. Das liegt daran, dass sie eine gute Auswertung des Talents haben und deshalb die richtigen Spieler wählen, wenn sie an der Reihe („…on the clock“) sind. Währenddessen sind gewisse Organisationen aus Tennessee, Jacksonville, Oakland usw. immer wieder in den Top 10 am Zug, scheinbar ohne eine Verbesserung herbeiführen zu können.


Fazit: Es werden in der aktuellen Situation nicht viele Fans hören wollen, doch das Best-Case-Szenario für die Chicago Bears, und allen anderen Teams, ist es, sicher zu stellen, den richtigen Coach, den richtigen General Manager und den richtigen Quarterback zu haben und dann zu gewinnen. Siege sind letztendlich der einzige Weg für eine Organisation sich darzubieten.


janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.

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