Bears brauchen neue Coaches (Teil 2.3)

DC: Rex Ryan
 
Dieser Artikel widmet sich Rex Ryan. Wenn man in den letzten Jahren den Namen Rex Ryan hört, verbindet man ihn als erstes mit dem Chaos, das bei den New York Jets vorherrscht, vergisst aber einige interessante Punkte. Rex Ryan ist am 13. Dezember 1962 in Ardmore, Oklahoma geboren und ist der Sohn des ehemaligen NFl Coaches Buddy Ryan, ja, der Buddy Ryan, der Defensive Coordinator bei den 85’er Bears war, eine der besten Defenses aller Zeiten. Diese Defense prägt auch die seines Sohnes Rex.

 
Neben der erfolgreich implizierten 46 Defense, die er von seinem Vater übernommen hat (die Erklärung dazu findet ihr HIER), steht Rex Ryan vor allem für seine vielen verschiedenen Arten von Blitzen, die ihn niemals berechenbar machen. Niemand in der NFL blitzt so oft wie Ryan: 
  • Im Jahr 2009 liegt die Rate an Blitzen bei 55,7% aller Passing-Downs
  • Im Jahr 2010 liegt die Rate an Blitzen bei 57,1% aller Passing-Downs 
  • Im Jahr 2011 liegt die Rate an Blitzen bei 46,5% aller Passing-Downs
  • Im Jahr 2012 liegt die Rate an Blitzen bei 44,3% aller Passing-Downs
  • Im Jahr 2013 liegt die Rate an Blitzen bei 30,3% aller Passing-Downs
 
 
Die Überladungs-Blitze von Rex Ryan werden stellenweise von nur vier Spielern an der Line of Scrimmage durchgeführt, die vor dem Snap ständig in Bewegung bleiben, um den Gegner zu verwirren und eine genauere Abstimmung zu entgehen. Beim Snap wird die O-Line schräg angelaufen, um danach mit einer leichten Drehung, die erzeugten 1 vs 1 zu gewinnen.
Beim Spiel gegen die Buffalo Bills in der letzen Saison bringen die Jets einen Überladungs-Blitz über die rechte Seite der O-Line. Der linke Defensive-End läuft schräg in die Lücke zwischen OG und OT, während der MLB in den erschaffenen äußeren Raum startet.
 
Eine weitere Eigenschaft, die Rex Ryan anscheinend wie kein anderer verkörpert, ist es, seine Spieler so einzuschwören, dass die für ihn alles geben. Trotz der schwierigen Jahre bei den Jets stehen die Spieler dort so stark, wie sonst nirgendswo hinter ihrem Head Coach. So sagte Quarterback Matt Simms zu NJ.com: „Its something that I haven’t had, really, since my high school days where I feel like I’ll go through a brick wall for this guy. Sometimes, coaches can’t really have that effect on you because they don’t invest in you or they don’t give you that give-and-take of communication.He’s reinvigorated my love for the game, like I used to love it when I was a kid. Which is difficult, too, at this level, when everyone knows it’s a business.“
 
Die starke Ausrichtung seiner Defense und die charakterlichen Eigenschaften von Rex Ryan spiegeln sich ebenfalls in seiner Statistik wieder. Er betreut Defenses als HC oder DC seit dem Jahr 2005 in der NFL. In diese Jahren war eine seine Defenses nie schlechter als Platz 11 im Bereich „durchschn. zugelassene Yards pro Spiel“,  nur 2x schlechter als Platz 20 in „durchschn. zugelassene Punke pro Spiel“ (5x Top10), sowie jeweils nur einmal nicht unter den Top20 bei „durchschn. zugelassene Yards pro Spiel gegen Runs/Pässe“.
 
WERTUNG: 10 von 10 Punkten
(Bemerkung: Rex Ryan wird am Ende der Saison höchstwahrscheinlich verfügbar sein, jedoch kann man davon ausgehen, dass er bei dieser Reputation einen Platz als Head Coach finden wird. Ansonsten wird Chicago ganz weit oben auf seiner Liste stehen. Stichwort: auf des Vaters Spuren)
 
janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.