Bears brauchen neue Coaches (Teil 2.1)

DC: WADE PHILLIPS


Die Serie startet mit einem der ganz großen des Geschäfts. Wade Phillips! Er ist am 21. Juni 1947 in Orange, Texas geboren und seit 1981 als Coach in der NFL aktiv. Wade Phillips lässt seine Defense traditionell in einem 3-4 System auflaufen. 

Nach der Saison 2010 wurde er als Headcoach in Dallas gefeuert. Nachdem seine Defense in den ersten drei Jahren immer unter den Top10 zu finden war, schaffte sie es im vierten und letzten Jahr nur auf Rang 23. Im darauf folgenden Jahr wurde er lediglich als Defensiv Coordinator von den Houston Texans unter Vertrag genommen. 

Die Texans Defense blühte unter der Regie von Wade Phillips neu auf, war sie im Jahr zuvor noch auf Rang 30 mit durchschnittlich 373.6 zugelassenen Yards pro Spiel, so fand sie sich direkt im ersten Jahr auf Platz 2 in diesem Bereich wieder. Schon in den ersten drei Preseason Spielen war eine Verbesserung zu erkennen, so verbuchte man schon dort 14 Sacks. Auch in den beiden Saisons darauf als DC der Houston Texans brachte er seine Defense unter die Top 10 in durchschn. zugelassene Yards pro Spiel. Nach der NFL Saison im Jahr 2013 wurde Wade Phillips gefeuert, weil der neue Headcoach einen anderen DC mitbrachte. Er ist also momentan ohne Job, jedoch gewillt, trotz seines Alters, nochmal zurückzukommen. 

Die Statistik von Wade Phillips in der NFL ist beeindruckend (Betrachtung ab dem Jahr 2000 sollt ausreichen). In den letzten 13 Jahren schaffte er es 8x in die Top10 bei durchschn. zugelassene Yards pro Spiel (nur 2x nicht unter den Top20) und im Bereich zugelassene Punkte pro Spiel befand er sich 5x in den Top10 (4x nicht unter den Top20).

Während er als Headcoach ziemlich umstritten ist, so zieht man dennoch den Hut vor seinem Verstand für die Defense. Seine Play-Calls in einem Spiel sind überaus geachtet und er hat ein gewisses Geschick, eine schlechte Defense innerhalb einer Offseason umzukrempeln, da seine Spielzüge leicht verständlich, aber dennoch effektiv sind. Die leichte Verständlichkeit der Spielzüge erzeugt ebenfalls eine größere Kaderbreite, da auch weniger talentierte Spieler es schaffen, sich in Szene zu setzen. 
Die Bears spielen zurzeit in einem 4-3 System und der Kader ist nicht für eine Umstellung ausgerichtet, könnte man argumentieren. Ich verweise auf die Defense der Houston Texans, die vor der Wade Phillips Ära auch noch im 4-3 spielte und von der man ebenfalls sagte, dass das Personal ein 3-4 System nicht hergibt. Resultat: eine Verbesserung von Platz 30 auf Platz 2 in nur einer Offseason.

WERTUNG: 09 von 10 Punkten
(Bemerkung: Den einen Punkt Abzug gibt es nur, weil damit die 4-3 Tradition der Bears gebrochen wäre.) 
janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.

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