Spielbericht: Carolina Panthers – Chicago Bears


Nach einem guten Start der Chicago Bears Offense in der ersten Hälfte, lief es in der zweiten Halbzeit nicht mehr wirklich rund. So verloren die Bears am Ende das Spiel in North Carolina 31:24.

Zusammenfassung:

Die Panthers konnten zuerst durch einen Touchdown nach einem Punt-Return mit 7:0 in Führung gehen. Die Bears konnten jedoch den Ball gut bewegen, die Offense rollte, bis Jay Cutler an der 21-Yard-Linie der Panthers von Roman Harper intercepted wurde. Doch die Defense hatte eine Antwort parat, es folgten ganze 3 Turnovers in der ersten Hälfte! Unsere Offense bedankte sich und konnte, wie zuvor erwartet, recht leicht punkten (nur Kuechly stämmte sich immer wieder gekonnt dagegen).
So stand es zur Halbzeit 21:14 für die CHICAGO BEARS!
Bemerkung: Hätte Martellus Bennett, bei Matt Forte’s Run, den letzten heranstürmenden Defensivspieler der Panthers einfach geblockt, hätte es 28:7 gestanden, hätte Robbie Gould danach, aus lediglich 35-Yards, das Field Goal geschossen, wäre man wenigstens mit einem 24:7 in die Halbzeit gegangen.

Die vergebenen Chancen – wie in der Bemerkung aufgezählt – und der zu leicht erzielte Touchdown der Panthers im Anschluss verursachten einen merkbaren psychischen Knick bei den Bears, denn in der zweiten Halbzeit waren unsere Mannen komplett von der Rolle. Die Offense tat sich schwer Yards zu erzielen, Luke Kuechly hielt sie quasi im Alleingang auf. Etwas, was in der ersten Halbzeit noch ohne Schwierigkeiten gemeistert werden konnte, funktionierte nun nicht mehr. Es folgten eine weitere Interception, ein Fumble von Forte und lediglich 3 Punkte in der gesamten zweiten Hälfte. Im Gegensatz zu den Panthers, die sichtlich im Aufschwung, weiterhin ihre Punkte erzielten.
So endete das Spiel 31:24 für die CAROLINA PANTHERS! 
Bemerlung: Die Defense spielte ingesamt wieder einmal schlecht, Mel Tuckers Spielweise ist für mich noch immer unerklärlich und ein Grauen. Jedoch muss man anmerken, dass sie genug taten, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen. Die Schuld lag diesmal bei der Offense.

Noten (nach Positionen):

QB: 3-
Cutler erreichte 289 Passing-Yards, 2 Passing-TD’s, komplettierte 28 von 36 Pässen und erzielte selbst einen Touchdown mit einem Run. Am Ende nahm er die beiden Interceptions folgerichtig auf sich, wovon die 2. zu einem wichtigen Zeitpunkt passierte.

RB: 2-
Forte wirkte wieder einmal unaufhaltsam. 61 Rushing-Yards bei 17 Carries, außerdem eine eigene Bestleistung mit 12 gefangen Pässen und damit 105 Receiving-Yards, sowie einen dadurch erzielten TD. Leider kostete ihm der Fumble am Ende der Partie, zu einem unglaublich wichtigen Zeitpunkt, eine dementsprechende Note.

Receiver: 3
Die Receiver-Gruppe (TE & WR) war am Sonntag nicht sonderlich gefragt, sie erzielten eher schlechtere Werte, angesichts ihrer Normal-Leistung. Sie glänzten jedoch immer wieder mit guten Blocks für Forte. 

O-Line: 4
Die, durch Verletzungen, neu formierte O-Line hatte ihre Probleme gegen die Panthers. Während die rechte Seite (Long & Mills) sehr gut blockte und somit immer wieder Räume für Forte öffneten, wurde die linke Seite, mit dem gerade wieder genesenen Slauson und den für Bushrod erstmals als LT spielenden Ola, mehrmals von der gegnerischen Defense überwunden. Die OL erlaubte 4 Sacks über das gesamte Spiel.   

D-Line: 3+
Jared Allen war unter der Woche noch erkrankt und führt das Team trotzdem mit 7 Tackles an. Willie Young sorgte mit seinem Sack für ein Fumble und Paea brachte die panthers ebenfalls durch ein Sack aus dem Field Goal Bereich. Rookie Ego Ferguson konnte gleich zwei Pässe von Newton berühren, wovon einer zu einer INT von Briggs führte. Houston war wieder einmal so gut wie unsichtbar.

LB: 3
Die Linebacker-Gruppe war unkonstant. Briggs erzielte 4 Tackles und eine Interception, verbuchte allerdings ebenso 2 verpasste Tackles. D.J. Williams war stark gegen den Run mit 6 Tackles, hatte dafür erhebliche Probleme TE Greg Olsen zu decken.

Secondary: 4
Die Secondary würde normalerweise eine 5 oder 6 verdienen, wäre da nicht Rookie Kyle Fuller, der mal wieder der Beste der Gruppe war. Sein Gegenspieler (Kelvin Benjamin) kam auf lediglich 3 gefangenen Bällen bei 11 Versuchen und auf insgesamt 38 Receiving-Yards.

ST: 5-
Neue Leute, die Probleme immer noch die selben (Return). Außerdem ließ das Special Team einen Punt-Return-TD zu, wurde mit 2 Penaltys bestraft und Robbie gould verpasst ein Field Goal aus 35 Yards. Der Einzige, der die Note aufbessert, heißt Pat O’Donnell (alias MegaPunt oder P.O.D.). Der Rookie-Punter hat ein Durchschnitt von 52,3 Yards pro Punt, sein Längster flog unglaubliche 63 Yards.

Coaches: 6
Während der schwachen zweiten Halbzeit hielt Trestman an die Art von Spielzügen fest, die in der ersten Hälfte so gut funktionierten. Er passte seine Spielweise nicht an die stärker aufspielende Defense der Panthers an. Mel Tuckers Defense war wieder mal nicht aggressiv genug, spielte zurückhaltend und wurde von Einzelleistungen über Wasser gehalten. Joe DeCamillis hat sein Special Team nicht im Griff. Es sind neue Leute da, die genauso schlecht wie ihre Vorgänger agieren.

janikbears
Gründer von Beardown Germany (2014). Eigentlich Fußballer, Trainer und hat auch dort eine Vorliebe für Taktik. Im Jahr 2010 auf die NFL gestoßen, wobei von Anfang an klar war, dass nur ein Team für ihn in Frage kommt.

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